UVB-Licht in der VITORI VitaMat: Sinnvoll oder nicht?
VITORI bewirbt die VitaMat mit integriertem UVB-Licht, das die körpereigene Vitamin-D-Produktion unterstützen soll.
ℹ️ Anhand von Berechnungen lässt sich klären, ob solche künstlichen UVB-Anwendungen im Alltag tatsächlich notwendig sind, welche Mengen realistisch entstehen und wie sich ihr Nutzen zur gleichzeitigen UVB-Belastung der Haut verhält.

Vitamin-D durch die VitaMat: Wie viel ist realistisch?
Damit der Körper Vitamin D bilden kann, muss UVB-Strahlung direkt auf die Haut treffen. In der Haut wird dabei 7-Dehydrocholesterin photochemisch in Vitamin D₃ umgewandelt.
Die grundsätzlich biologische Funktionsweise ist gut untersucht. Die entscheidende Variable ist jedoch die tatsächlich erreichte Menge.
Eine einzelne Lampe der VitaMat gibt laut Messung circa 50µW/cm² ab. Man soll die UVB-Anwendung für maximal 5 Minuten nutzen. Die Lampe ist bei Nutzung circa 5mm von der Haut entfernt. Sie bestrahlt eine Fläche von grob 3cm2 pro Lampe. Auf der Matte sind 30x Lampen verteilt.
Es ergibt sich folgende Rechnung:
UV-Dosis der Lampen
- Bestrahlungsstärke: 50 µW/cm² = 0,00005 W/cm²
- Nutzungszeit: 5 min = 300 s
Energiedosis (Fluenz) pro cm²:
H = E x t = 0,00005 W/cm² x 300 s = 0,015 J/cm² = 15 mJ/cm²
Für UVB wird 1 „Minimaler Erythem-Dosis“ (1 MED) häufig mit ca. 20 mJ/cm² angesetzt. IIAR Journals
Damit entspricht eine Dosis:
15 mJ/cm2 20 mJ/cm2 ≈ 0,75 MED
→ Lokal auf der bestrahlten Haut sind das etwa 0,75 MED.
Wie viel Körperoberfläche wird überhaupt getroffen?
- Fläche pro Lampe: ca. 3 cm²
- Anzahl Lampen: 30
Agesamt = 30 × 3 cm2 = 90 cm2
Typische Körperoberfläche eines Erwachsenen: etwa 1,7 m² = 17.000 cm². RxList
Flächenanteil, den die Lampen abdecken:
Flächenanteil = 90 17.000 ≈ 0,0053 = 0,53 %
Äquivalente "Vollkörper-Dosis" in MED
- Lokale Dosis: 0,75 MED
- Aber nur auf 0,53 % der Körperoberfläche.
Vollkörper-MED-Äquivalent ≈ 0,75 x 0,0053 ≈ 0,004 MED
→ Also: Die gesamte Sitzung entspricht etwa 0,4 % eines Vollkörper-MED.
Umrechnung MED → Vitamin-D-Menge
Studien (Holick u.a.) zeigen:
1 Vollkörper-MED UVB (Badehose/Bikini, 290–315 nm) ≈ 10.000–25.000 I.E. Vitamin D₃. MDPI
Für eine 0,004 MED Vollkörper-Äquivalent:
VitD = 0,004 x (10.000-25.000 I.E.) ≈ 40-100 I.E.
Mittlerer Schätzwert: ca. 60 I.E.
Umrechnung in µg
1 µg Vitamin D = 40 I.E. nhs.uk
40 I.E. → 1,0 µg, 100 I.E. → 2,5 µg
→ Also etwa 1–2,5 µg Vitamin D je 5-Minuten-Sitzung.
Aufschlüsselung nach Lampenzahl:
- 30 Lampen: ca. 40–100 I.E. ≈ 1–2,5 µg pro 5 min
- 10 Lampen: ca. 13–33 I.E. ≈ 0,3–0,8 µg
- Pro einzelne Lampe: ca. 1,3–3,3 I.E. ≈ 0,03–0,08 µg pro 5 min
Wie viel Vitamin-D erzeugt die VitaMat nun wirklich?
Unter den genannten Bedingungen (50 µW/cm², 5 min, 30 Lampen à 3 cm², 5 mm Abstand, nackte Haut) liegt die erzeugte Vitamin-D-Menge realistisch in der Größenordnung von:
- etwa 40–100 I.E. Vitamin D₃
- das sind ca. 1–2,5 µg
- 5–12,5% des Tagesbedarfs
Damit ist der Vitamin-D-Beitrag der VitaMat im Vergleich zu Sommersonne oder hochdosierten Supplements im Winter eher gering.*
| Aspekt | Sommersonne (DE) | VitaMat UVB |
|---|---|---|
| Bestrahlungsdauer | 30 min | 5 min |
| Bestrahlte Fläche | Arme, Hände, Gesicht | ~90 cm² |
| UVB-Intensität | 10-40 µW/cm² |
~50 µW/cm² |
| Vitamin-D-Menge | ~25–250 µg | ~1–2,5 µg |
| Tagesbedarf (Referenz) | 20 µg (800 I.E.) | |
| % vom Tagesbedarf | ~125–1250% | ~5–12,5% |
*Die Rechnung setzt voraus, dass die 50 µW/cm² tatsächlich „Vitamin-D-wirksames“ UVB im Bereich 290–315 nm sind. PMC In der Praxis hängt es stark vom genauen Emissionsspektrum der LEDs ab. Die Holick-Faktoren sind Mittelwerte und können je nach Hauttyp, Alter und Pigmentierung massiv schwanken. SAGE Journals Die Bestrahlung ist sehr lokal (nur 90 cm²), der „ganze Körper unbedeckt“ ändert daran nichts. Unbedeckt ist zwar der Körper, aber bestrahlt wird trotzdem nur der kleine Lampen-Footprint.

Wichtig zu wissen: UVB-Belastung und Zellveränderungen
UVB-Strahlung wirkt nicht ausschließlich über die Vitamin-D-Synthese. Unabhängig von der gebildeten Vitamin-D-Menge löst UVB immer auch biologische Prozesse in der Haut aus, wie Veränderungen auf Zellebene und eine Belastung der natürlichen Reparaturmechanismen.

Diese Effekte treten bereits bei niedrigen Dosen auf und stehen nicht in einem direkten Verhältnis zum Nutzen der Vitamin-D-Bildung.
Das Missverhältnis zwischen geringem Nutzen und gleichzeitig vorhandener Hautbelastung macht kleinflächige, künstliche UVB-Anwendungen aus gesundheitlicher Sicht kritisch und schwer sinnvoll zu rechtfertigen.
Warum wir bewusst auf UVB-Lampen verzichten
Die physiologische Hauptquelle für Vitamin D bleibt das natürliche Sonnenlicht. Bereits regelmäßige Aufenthalte im Freien führen zu deutlich höheren Vitamin-D-Mengen als kleinflächige UVB-Anwendungen.

Deshalb verzichten wir in unserer Frequenzmatte bewusst auf den Einsatz von UVB-Lampen. Das erlaubt uns:
- potenzielle gesundheitliche Risiken auszuschließen
- auf Zertifizierungsaufwand zu verzichten
- Produktionskosten zu senken.
Diese Einsparungen geben wir vollständig an unsere Kunden weiter. Dadurch können wir die UVB-freie Elvari Frequenzmatte zu einem deutlich niedrigeren Preis anbieten.
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